Juli 2008: Damit wird erstmals ein skandinavisches Land im Mittelpunkt der weltgrößten Buchmesse stehen. "Island ist weltweit einer der kleinsten Buchmärkte, aber unglaublich produktiv", sagte Jürgen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse. "Literatur prägte die Identität dieses europäischen Inselstaates von Anfang an. Zugleich ist Island durch seine geographische Lage und seine Kultur eine Schnittstelle zwischen Amerika und Europa." Mittelalterliche Sagas wie die Liedersammlung "Edda" legten schon im 13. Jahrhundert einen Grundstein für die isländische Literatur und beeinflussten ganz Nordeuropa. Da Island erst 1944 die Unabhängigkeit von Dänemark erlangte, diente die isländische Sprache und Literatur lange als einzige Stütze der nationalen Identität. Mit dem Nobelpreisträger Halldór Laxness trat die moderne isländische Literatur 1955 ins Bewusstsein der Weltöffentlichkeit. Heute ist Island vor allem für seine Krimiautoren wie Arnaldur Indriðason oder Yrsa Sigurdardottir bekannt, aber auch für Schriftsteller und Lyriker wie Sjón, den Texter der isländischen Musikerin Björk.
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